Klingenmünster Pfalz - Weingut
Erde

Wein ist Lage.

Standort und Böden entscheiden über die Qualität und den Charakter unserer Weine.

Schauen wir also zunächst nach unten. Auf den Boden, über den wir so gedankenlos hinweggehen und mit Füßen treten.
Wir sollten ihn wie einen Augapfel hüten. Denn er ist mehr als nur die Grundlage unserer Existenz.

Kieselstein

Die Mutter der Weine ist ihr Boden. An der Südlichen Weinstraße haben wir gleich mehrere Mütter. Denn wir können auf eine Vielzahl von Böden bauen.
Dieses Glück verdanken wir einer Katastrophe: dem lange zurückliegenden Rheingrabenbruch, der dem Rhein sein Bett gegeben und Vogesen, Schwarzwald, Odenwald und auch unseren Pfälzerwald emporgehoben hat. An den Abbruchrändern schoben sich dabei eine Reihe tief liegender Gesteinsschichten nach oben und zutage.

Allein wir Porzelts haben in unseren Weinbergen die freie Wahl zwischen Muschelkalk, Buntsandstein, Kieselstein, Ton, Lehm-Löß, Kalkmergel und Sand. Deshalb finden wir für alle unsere Rebsorten den idealen Boden-Partner fürs Leben.
Und haben darüber hinaus die Möglichkeit zu experimentieren. Zum Beispiel setzen wir Rieslingreben sowohl in den Sand - als auch auf Untergrund von reinem Muschelkalk.

Weil wir dabei auch noch die kleinklimatischen Unterschiede unserer Weinlagen rund um Klingenmünster nutzen, erhalten wir bei gleicher Rebsorte Weintypen ganz unterschiedlicher Ausprägung und wunderlicher Varianz.

Alle künden sie von ihrem Grund und Boden, doch werden die einen frische, leichtfüßige Spaßmacher, während die anderen beeindrucken durch kraftvolle Statur und Nachhaltigkeit. Keinen der Typen wollen wir missen.

Muschelkalk Buntsandstein

Jede Lage sendet ihre eigenen Botschaften, von gänzlich anderer Nase und Zunge. Das fordert heraus zum Experiment: Aus denselben Sorten erwachsen ganz unterschiedliche Weintypen.

Unsere Große Lage: Der Kirchberg

Der massive Kalkbuckel mit Mergeleinlage in südöstlicher Ausrichtung, nach Gleiszellen hin, ist inzwischen eine eingetragene Lage. Hier am steilen Hang stehen unsere besten Spätburgunder, Weißburgunder, Rieslinge und Silvaner. Hier muss sich die Rebe anstrengen und tief gründen, um an Nährstoffe zu gelangen. Entsprechend langsam reifen diese Spätentwickler unter unseren Trauben zu hocharomatischen Früchten heran. Hohe ineralität, feine Säure und nachhaltige Fülle zeichnen die Weine vom Kirchberg aus.

Der Kirchberg

Sandige Gewanne: Der Staffelberg

Staffelberg

Auf dem von Buntsandstein durchsetzten, sandigen Boden stehen Portugieser- und Rieslingreben, sowie unsere alten Grauburgunder. Ihnen gemeinsam sind die blumigeren Aromen und die etwas verhaltenere Säure. Riesling und Spätburgunder gehen steil: Im Hägel. Auch hier stehen die Reben auf einer Grundlage aus Buntsandstein. Diese Steillagen bedürfen zwar besonderer Aufmerksamkeit und Mühe in der Bewirtschaftung, lohnen es uns aber mit feinfruchtigen, ganz sortentypischen Weinen. Schwerer Boden, kühleres Klima: Im Miedig. Die Melange aus Ton, Sand und Lehm bringt eine eigene Note in die Silvaner und Spätburgunder von hier. Kaum zu glauben, wie sich auch ein geringfügig kühleres Temperaturniveau auf die Weine auswirken kann.

Landeck

Von der Landeck herab bietet sich ein guter Überblick über die Weinlagen um Klingenmünster. Aber auch über die Rheineben bis hin zum Odenwald und an guten Tagen im Süden bis Straßburg.