Klingenmünster Pfalz - Weingut
Handschrift

Wein ist Handschrift.

Wie kein anderes Produkt spiegeln sich in ihm Person, Passion und Anspruch des Winzers.

Bei gleichen und gleich guten Voraussetzungen wird der Winzer den Unterschied machen.

Wein ist Handschrift

Tag und Nacht gehört der Winzer seinen Weinen. Sie lassen ihn nicht los. Wie bearbeite ich mein Feld? Wie gehe ich gegen Schädlinge vor? Was ist zu tun beim plötzlichen Befall der Pflanze? Wann werde ich das Lesegut ernten? Welchen Cuvée partner wähle ich? Muss ich die Hefen zum Weitergären ermuntern? Kann ich dem Wein Bewegung ersparen? Wann ist der Zeitpunkt für die Flasche? Gehe ich der Qualität wegen ein Risiko ein? Erst entsteht die Idee im Kopf. Die wird an die Hand weitergeleitet. Daraus wird dann die sehr individuelle Handschrift. Warum sollte das bei der Bereitung von Weinen anders sein?

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Liebeserklärung an unseren Silvaner.

Tradition, Passion, Vision: Kein Winzer, der unter den Rebsorten nicht eine hätte, der seine ganz besondere Liebe gehört. Bei uns ist dies der Silvaner, eine der alten Sorten, ihrer Herkunft nach auch als „Österreicher“ bekannt. Zu den Zeiten des Anbaus im ‚gemischten Satz‘, bei dem ein Weinberg aus mehreren Sorten bestand, war sie, ob ihrer Robustheit und Widerstandskraft, der Garant für den Existenz sichernden Mindestertrag. Der Silvaner gilt gemeinhin als solider Tischwein, kompatibler Essensbegleiter, als eher unkomplizierter Trinkwein also. Noch bis in die 50er Jahre waren gut die Hälfte der Pfälzer Rebfläche mit Silvaner bepflanzt. Der Porzeltsche Ruf als Silvanerspezialist ist unserer Familiengeschichte zu verdanken: Denn es begab sich, dass unser Vater Gerhard, gebürtiger Franke, dem der Silvaner aus seiner Heimat her nicht nur geläufig, sondern auch lieb und teuer war, hier im Klingenmünsterer Gut, in welches er einheiratete, auf einen soliden Bestand „seiner“ Sorte traf. Liebeserklärung an unseren Silvaner Wo andere bald, dem aufkommenden Rieslingtrend der 80er Jahre folgend, die alten Silvanerwingerte rodeten, ließ er sie hingegen verschont und blieb dem vertrauten Gewächs treu. Ja, er setzte in weiser Voraussicht sogar weitere Silvanerreben nach. So haben wir heute nicht nur, gegenüber einer Restverbreitung der Sorte von gerade einmal vier Prozent, stattliche 20 Prozent unserer gesamten Reben als Silvaner im Anbau, sondern sind dazu in der glücklichen Lage, diese Liebeserklärung an unseren Silvaner. ausgerechnet an den allerbesten unserer Standorte, auf dem Kirchberg und im Miedig zu wissen. Hier wurzeln heute nämlich genau jene, gut 35 Jahre alten Reben, die uns die zuverlässigen, ganz und gar außergewöhnlichen Qualitäten liefern, die unseren Ruf mitgeprägt haben. Und genau das spornt uns heute mehr denn je an: Extraktreiche, gehaltvolle Silvaner zu präsentieren, die hierzulande eine kleine Sensation darstellen und uns deshalb Herausforderung und Verpflichtung einem wachsenden Kreise von Liebhabern gegenüber sind. Es bedeutet natürlich viel Arbeit, bis wir in mehreren Lesevorgängen das kleinbeerige Lesegut ernten können, aus dem wir nicht weniger als fünf verschiedene Silvaner ausbauen. Bis hin zum Flaggschiff, einem Lagensilvaner vom Kirchberg, ausgebaut im neuen 500-Liter-Tonneau. Ein Wein, der den Vergleich mit jedem Top-Burgunder geradezu herausfordert. Und besteht.